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27Nov

Buchvorstellung: Sven Giegold (MdEP der Grünen) et al: “Finanzwende – den nächsten Crash verhindern”

Gemeinsam mit Udo Philipp und Gerhard Schick hat Sven Giegold, Europaabgeordneter der Grünen, ein Buch verfasst, in dem die Autoren Bezug auf die Schwächen des derzeitigen Finanzsystems nehmen und ihre Thesen zur Herbeiführung eines nachhaltigen und krisengefestigteren Systems darlegen.

Anbei finden Sie seine Präsentation des Buches:

 

Diese Woche haben Udo Philipp, Gerhard Schick und ich unser neues Buch der Öffentlichkeit vorgestellt: “Finanzwende – den nächsten Crash verhindern”! Die erste Resonanz auf unsere Thesen, wie wir unser Finanzsystem umbauen müssen, damit es endlich krisenfest und vor allem auch nachhaltig wird, hat uns sehr erfreut. 

Das Buch ist seit heute fair und versandkostenfrei zu bestellen. Unser Partner Fairmondo ist die nachhaltige Alternative zu Amazon. Als Genossenschaft im Besitz der Kundinnen und Kunden versendet der Online-Händler unser Buch: https://www.fairmondo.de/articles/sven-giegold-udo-philipp-gerhard-schick-finanzwende-taschenbuch-ean-9783803127655

Es wäre mir eine große Freunde, wenn das Buch auf Euer/Ihr Interesse stößt und Ihr mithelft/Sie mithelfen, es unter die Leute zu bringen. Nur, wenn die Nachfrage am Anfang groß ist, landet es auch dauerhaft im Buchhandel, um dort dann ein breiteres Publikum anzusprechen. Also gebt/geben Sie diese Empfehlung auch bitte an mögliche Interessierte weiter! Unsere Autorenhonorare spenden wir übrigens an die beiden Finanzmarkt-NGOs FinanceWatch in Brüssel und das Institut für Finanzdienstleistungen (IFF) in Hamburg.

Außerdem haben wir einen Artikel geschrieben, der auf unser Buch neugierig machen soll. Wir freuen uns, wenn Ihr/Sie diesen Artikel auf Blogs, Social Media, usw. veröffentlicht/veröffentlichen, natürlich kostenlos:

http://www.sven-giegold.de/2016/finanzwende-den-naechsten-crash-verhindern/

Vielen Dank [für] jedes Interesse und Unterstützung!

 

Sven Giegold

 

(Quelle: http://www.sven-giegold.de/2016/neues-buch-finanzwende-jetzt-versandbereit/ )

03Okt

Kleiderbörse und Workshop

Zum Vergrößern bitte auf das Bild klicken.

29Jul

Vorstandswahlen des Stadtverbandes

Vorstandswahlen- Bopparder Stadtverband Bündnis 90/Die Grünen
Am 1. Juli 2016 trafen sich die Bopparder Mitglieder von Bündnis 90/Die Grünen zu ihrer turnusgemäßen Vorstandswahl im Weinhaus Heilig Grab. Die gut besuchte Versammlung durfte außerdem Tabea Roeßner, Mitglied des Bundestages, herzlich begrüßen.
Nach seinen Rechenschaftsberichten wurde der geschäftsführende Vorstand entlastet. 
In diesem Zusammenhang stellten die beiden bisherigen Sprecher, Ilona Hellmann und Andreas Roll, noch einmal ihre beiden erfolgreich abgeschlossenen Großprojekte: „Naturgartenwettbewerb und Gartenbuch“  (Ilona Hellmann) und das überparteiliche Projekt „Stolpersteine“ (unter Leitung von Andreas Roll) vor. Insbesondere das professionelle und diplomatische Vorgehen der Bürgerinitiative “Stolpersteine” gemeinsam mit Fraktionsmitglied Klaus Brager wurde von den Teilnehmern entsprechend gewürdigt.
Beide Projekte sind ein hervorragendes Beispiel dafür, wie sich auf lokaler Ebene, über Parteigrenzen hinweg, die Bevölkerung motivieren und begeistern läßt – ein Ziel, das den Bopparder Grünen sehr am Herzen liegt.
Da Andreas Roll mittlerweile das Stadtratsmandat des leider aus beruflichen Gründen ausgeschiedenen Fraktionsmitgliedes Georg Sproß übernommen hatte, stand er für das Amt des Sprechers nicht mehr zur Verfügung. Die Mitglieder dankten ihm herzlich für sein langjähriges, aktives Engagement und wünschten ihm für seine neue Tätigkeit im Stadtrat eine glückliche Hand. 
Ilona Hellmann dankte außerdem Ulrich Horalek im Namen aller Mitglieder für seine jahrelange, solide Kassenführung. 
Für das Amt der beiden gleichberechtigten Sprecher stellten sich anschließend Ilona Hellmann und der bisherige Schatzmeister Ulrich Horalek zur Wahl. Beide wurden einstimmig gewählt. 
Der ebenfalls einstimmig gewählte Steffen Klein übernimmt nun das Amt des Schatzmeisters.
Der neue Verstand wird durch die vier Beisitzer Anke Materna, Kent Michaelis, Christian Reppert und Bianca Voigt ergänzt. Durch die Einbindung dreier Jungmitglieder (Michaelis, Reppert, Voigt) wurde dabei besonderes Augenmerk auf eine generationenübergreifende Arbeit gelegt und außerdem die Verbindung zu den neu gegründeten Bopparder Jungen Grünen geschaffen.
Nach der Wahl überbrachte Tabea Roeßner Informationen aus Bund und Land. Dabei ging es unter anderem um die zukünftige Verkehrsplanung im Mittelrheintal, insbesondere um die geplante Mittelrheinbrücke und die aktuellen Vorgänge um den Flughafen Hahn. Diese Themen wurden anschließend vom Bopparder Stadtverband konstruktiv gemeinsam mit Tabea Roeßner diskutiert.
29Jun

Stadtrat gibt “grünes Licht” für die Verlegung von Stolpersteinen

In der Sitzung des Bopparder Stadtrates vom 27. Juni 2016 wurde mit großer, überparteilicher Zustimmung (23 Ja-Stimmen, 1 Nein-Stimme und 6 Enthaltungen) folgender Beschluss gefasst:

Die Stadt Boppard beteiligt sich an der europaweiten Aktion „Stolpersteine“ zur Erinnerung an die durch den Nationalsozialismus verfolgten Mitbürgerinnen und Mitbürger. Zu diesem Zweck wird die Genehmigung für das Verlegen von Stolpersteinen im öffentlichen Raum erteilt. Die Planung und Umsetzung erfolgt durch die Initiative „Boppard setzt Stolpersteine“. Die Verwaltung wird angewiesen, die Initiative bei ihrer Arbeit zu unterstützen. Dies betrifft insbesondere die Recherchearbeit in den Archiven und Standesamtsverzeichnissen sowie die Unterstützung des Bauhofes beim Öffnen und Beipflastern von Verlegeflächen. Die Initiative trägt die Kosten für die Stolpersteine.

Andreas Roll, Stadtratsmitglied der Fraktion Bündnis 90 / Die Grünen, trug dabei den Antrag vor und konnte auf vereinzelt geäußerte Bedenken in der Diskussion eingehen. Ein zentrales Ziel diese Form der Erinnerungskultur ist dabei vor allem der pädagogische Prozess in den beteiligten Schulen, der durch die Recherchen und Gedenken an die Personen ausgelöst werden soll.

Damit ist nach langjährigen Vorbereitungen die Voraussetzung für die Verlegung von Stolpersteinen in Boppard geschaffen, nachdem sich zuletzt, im April 2016, viele Unterstützer des Projekts zu der Initiative “Boppard setzt Stolpersteine” zusammengeschlossen hatten und auch in Zukunft nun das Projekt betreuen und durchführen möchten. Die Initiative steht unter der Schirmherrschaft des Europaabgeordneten Norbert Neusers, und kooperiert mit der Projektgruppe “Stolpersteine” der Ehrenamtsinitiative “Ich bin dabei”, dem Arbeitskreis “Schule gegen Rassismus” des Kant-Gymnasiums, der IGS Emmelshausen. Mit weiteren Bopparder Schulen werden Gespräche geführt, und gerne sind weiterhin Unterstützer eingeladen, das Projekt zu unterstützen – bisher wurden über 150 Unterstützerunterschriften gesammelt, und zahlreiche Stifter für das Bereitstellen von Stolpersteinen gefunden. Die Kosten eines “Stolpersteins” belaufen sich dabei auf 120 € – selbstverständlich tragen auch schon geringere Beiträge zur Finanzierung bei und können gerne geleistet werden.

Auf diese Weise soll den im nationalsozialistischen Deutschland (1933-1945) verfolgten und ermordeten Bopparder Mitbürgern gedacht werden, die dem Regime etwa aufgrund ihrer Religion, sexuellen Orientierung, politischen Einstellung, Behinderung und körperlichen Verfassung, ihrem politischen Widerstand oder Verweigerung der Unterordnung und aus vielen weiteren, willkürlichen “Gründen” zum Opfer fielen. Im Pflaster vor den Orten, an dem diese Menschen zuletzt freiwillig ihren Wohnort definierten, soll dadurch über Stolpersteine an diese Menschen erinnert werden, zur Auseinandersetzung mit der NS-Vergangenheit anregen und eine Mahnung darstellen. Jeder Stein, der ebenerdig im Pflaster verlegt wird, misst 10×10 Zentimeter, und besteht aus einem Betonwürfel mit einer auf der Oberseite verankerten Messingplatte. Diese trägt eine Inschrift, beginnend mit “HIER WOHNTE”, wobei im Anschluss die wichtigsten Daten des Opfers folgen (Name, Vorname, ggf. Geburtsname, Geburtsjahr, Deportationsdatum, Deportationsort, sowie Angaben zum Schicksal). Durch das Verlegen der Steine gehen diese in den Besitz der Gemeinde über.

Geplant sind nun Verlegungen der ersten Steine in Boppard im Frühjahr 2017 im Beisein des Künstlers Gunter Demnig, dem Urheber dieser europaweit angewandten Erinnerungsarbeit. Die Initiative “Boppard setzt Stolpersteine” wird dazu ein dem Anlass würdiges Rahmenprogramm und eine weitere Informationsveranstaltung planen.

 

Die Sprecher der Initiative “Boppard setzt Stolpersteine” mit Judith Rhodes (mittig), die als Nachfahrin politisch Verfolgter aus Ludwigshafen über das Schicksal ihrer Mutter berichtete, die der nationalsozialistischen Verfolgung nur durch einen Kindertransport nach England entkommen konnte. Den originalen Koffer präsentierte sie dabei auf der Informationsveranstaltung.
Von links nach rechts: Andreas Roll, Valerie Reppert, Andreas Nick, Judith Rhodes, Barbara Wolf, Marcel Hihn, Wolfgang Spitz, Manfred Querbach

 

24Apr

Einladung: zweites Stolpersteineinitiativentreffen

Am Montag dem 25.04. um 19:00 Uhr findet das zweite Stolpersteintreffen statt. Interessierte sind herzlich willkommen. Die Veranstaltung findet im kleinen Saal der Stadthalle Boppard statt.

11Apr

Gründung der Grünen Jugend Boppard

Vorstandsmitglieder der Bopparder Grünen Jugend, des Bopparder Stadtverbandes und des Kreisverbandes.

 

Am 3. März 2016 fand die öffentliche Gründungsversammlung der Grünen Jugend Boppard statt, an der Mitglieder des Bopparder Stadtverbandes, des Kreisverbandes, Vertretern der rheinland-pfälzischen Grünen Jugend, Vertreter der Jusos Boppard und weitere interessierte Bürger teilnahmen. Ferner wurde über den neuen Vorstand der Grünen Jugend Boppard abgestimmt, sodass neben Ellen Sauer als 1. Vorsitzende, Jana Schneider als 2. Vorsitzende und Maja Brager als Beisitzerin noch weitere Mitglieder in die Ämter des erweiterten Vorstandes gewählt wurden. Die Jugendorganisation betonte ihre politische Nähe zu grünen Idealen, insbesondere dem Umweltschutz, der Offenheit und Toleranz, machte jedoch auch auf ihre stets kritisch-prüfende Einstellung aufmerksam, damit die Vorstellungen der Mitglieder der Grünen Jugend klar zum Ausdruck gebracht werden. In jedem Fall freuen sich alle Beteiligten, in besonderem Maße der Stadtverband der Bopparder Grünen, auf eine gute, konstruktive und kompromissbereite Zusammenarbeit in der kommenden Zeit – neben einem guten Start und einem guten Zuspruch wünschen wir den Jugendlichen viel Interesse und Spaß bei ihrem Engagement für ihre Themen.

06Mrz

Wohltätigkeitsbasar und Informationsstand der Grünen

Links: Zwei afghanische Familien mit Flüchtlinghelferin Katharina Amani; Mittig: Der Stadtverbandsvorstand; Rechts: Die Bopparder Grüne Jugend

Erfolgreicher Basar

 

Verbunden mit einem Wahlkampfstand wurde der von den Bopparder Grünen am 5. März 2016 ausgerichtete Flohmarkt sowohl von den Bürgern als auch von Touristen mit großem Interesse angenommen und finanziell unterstützt. Wie auf einem echten Basar waren unter anderem Kamele, Elefanten, Tiger und Edelsteine zu erwerben. In angenehmer Atmosphäre sichteten und kommentierten die „Kunden“ das reichhaltige, bunte Angebot, um anschließend ihr Lieblingsstück mit nach Hause zu nehmen oder einfach nur eine Spende in die vorbereiteten Einmachgläser zu werfen. Nach nur zweieinhalb Stunden belief sich der Erlös auf stolze 127,10 €.

Der Bopparder Stadtverband von Bündnis 90/Die Grünen dankt allen Helfern, insbesondere auch der Grünen Jugend herzlich für ihre tatkräftige Unterstützung und der Bevölkerung für ihre Großzügigkeit!

Die Spende wird von den beiden Vorstandsmitgliedern Ilona Hellmann und Andreas Roll privat auf 300,- € aufgerundet und der Bopparder Flüchtlingshilfe für die beiden Häuser Hotel Royal (Buchenau) und Haus Helvetia (Bad Salzig) zweckgebunden überwiesen.

06Mrz

Stellenanzeige: Grüne suchen Mitarbeiter

Stadtverband Bündnis 90/ Die Grünen Boppard sucht motivierte und qualifizierte MitarbeiterInnen

 

Als ständig wachsendes Unternehmen suchen wir engagierte Mitarbeiter für unsere anspruchsvollen Projekte, denn hochqualifizierte, motivierte Mitarbeiter sind die Basis unseres Erfolgs. Vor allem suchen wir Idealisten, die ehrenamtlich bereit sind die Dinge anzupacken.

Ihr Aufgabengebiet:

• Unterstützung der Geschäftsführer

• Bei entsprechenden Voraussetzungen Übernahme und Koordination unternehmensübergreifender Projekte und Sonderaufgaben

• Mitarbeit an konkreten Aufgaben und Projekten

• Schnittstelle zwischen Geschäftsführung und den direkt berichtenden Bereichen und Abteilungen

• Unterstützen der  freiheitlichen demokratischen Grundordnung der BRD

• Unterstützen der basisdemokratischen Züge der Grünen

• Sich gegen den Rechtsruck in unserer multikulturellen Gesellschaft stellen

• Ökologische Projekte fördern u.v.m

Anforderungen:

• Basisdemokratische Gesinnung

• Schnelle Auffassungsgabe, Initiative, Kreativität

• Bereitschaft zu Verantwortungsübernahme

• Belastbar, flexibel, teamfähig

• Durchsetzungsstärke

• Loyalität dem Team gegenüber

• Unbestechlichkeit

• Idealismus

• Mindestalter 13 Jahre, Höchstalter 900 Jahre

 

Bei Interesse an dieser außergewöhnlichen und abwechslungsreichen Aufgabe freuen wir uns auf Deine/ Ihre Rückmeldung an:

ilona.hellmann[at]grueneboppard.de

oder

andreas.roll[at]grueneboppard.de

15Feb

Pressebericht: Fähren sind das Rückgrat des Verkehrs am Rhein. Bürgerinitiative fordert Stärkung der Fähren

 

Jutta Blatzheim-Rögler, Verkehrspolitische Sprecherin der Grünen im Landtag von RLP (Bildmitte), nahm am Jahresrückblick der Bürgerinitiative „Rheinpassagen“ als Expertin teil. „Die Verbesserung der Fährverbindung im Mittelrheintal muss erreicht werden, etwaige Brückenpläne werden von den Anwohnerinnen und Anwohnern weiterhin strikt abgelehnt“, sagte sie. Die Bürgerinitiative fordert, die Lebensqualität der Menschen am Rhein mit dem Erhalt aller Fährstandorte und dem Ausbau der Fährverkehre zu stärken. „Die am Rhein lebenden Menschen wollen auch zukünftig auf direktem Weg über den Fluss kommen. Verbesserter Fährverkehr ist dringend erwünscht“ sieht Klaus Thomas (Boppard) die Verantwortlichen in der Pflicht zum sofortigen Handeln für die Menschen hier. (Text und Bild: Klaus Thomas)

 

Die Fähren sind Kernbestandteil des öffentlichen Verkehrs im Mittelrheintal. Sie allein stellen für die Menschen die Verbindungen zwischen den Städten und Gemeinden über den Fluss dar und nur mit den Fähren ist diese Qualität der Flussquerung weiterhin sichergestellt.

Das würde sich mit einer Brücke über den Rhein schlagartig ändern: Die Fähren stellen dann den Betrieb ein, das ist jetzt öffentlich bekannt. Mit einer völligen oder auch nur teilweisen Verlagerung des Straßenverkehrs zu einer Brücke werden die im Fährverkehr zur Deckung der Kosten erforderlichen Erträge so weit reduziert, dass eine betriebswirtschaftlich verantwortbare Weiterführung der Fährbetriebe auszuschließen ist. Mit weitreichenden Folgen für die Bevölkerung hier: Derzeit kann zwischen Koblenz und Bingen durchschnittlich alle 9 Kilometer der Rhein überquert werden. Ohne Fähren wird die andere Rheinseite im 63 Kilometer langen Welterbetal in weite Ferne rücken, sie wäre nur noch mit dem Pkw über die eine einzige Brücke in Wellmich/Fellen zu erreichen.

Immerhin 15 Kilometer beträgt dann der Hin- und Rückweg von St. Goar nach St. Goarshausen. Das Gymnasium in St. Goarshausen würde für die Schüler von der linken Rheinseite wohl nur noch aus der Ferne zu betrachten sein und auch alle anderen, in Sichtweite auf dem anderen Flussufer gelegenen Orte würden nachhaltig voneinander getrennt, Schulen, Ausbildungs- oder Arbeitsplätze am anderen Flussufer in viel zu weite Ferne gerückt. Ärztliche Behandlungen auf der anderen Rheinseite wären immer mit der Frage verbunden: „Wie dort hinkommen“? Die Auswahl eines Krankenhauses auf der anderen Rheinseite oder Besuchsfahrten dorthin wären mit langen Anreisewegen vom Pkw abhängig und starke Einschränkungen oder vollständiger Abbruch sozialer Bindungen zwischen den Menschen die Folge. Touristen müssen in Kauf nehmen, dass der Rhein „nur noch mit Auto geht“.

Wer eine Brücke fordert, der MUSS im gleichen Atemzug sagen, wie die Menschen ohne diese gravierenden Einschränkungen dann den Rhein überqueren sollen. Denn, mit der einseitigen Forderung nach einer Brücke wird billigend der Verlust der Lebensqualität aller Menschen hier in Kauf genommen.

„Wir müssen weg vom einseitig propagierten und an den Bedürfnissen der Menschen hier komplett vorbeigehenden Brückendenken. Die Forderung nach dem Erhalt und Ausbau aller Fährstandorte am Mittelrhein muss in den Vordergrund gerückt werden. Die Zeit ist gekommen, umzudenken“, das war der „Rote Faden“ beim Jahresrückblick der Bürgerinitiative Rheinpassagen. Deren Fazit: Die Verkehrszukunft am Rhein braucht dauerhaft deutliche Verbesserungen für Alle und keine Einschränkungen in der Qualität der Rheinquerung. Verbesserte Fährzeiten, komplette Einbindung aller Fähren in den ÖPNV mit Anerkennung der Fahrscheine aller Verkehrsträger, Abstimmung mit Bussen und Bahnen und ein neues Tarifsystem müssen auf den Weg gebracht werden. Das ist die Verkehrszukunft am Mittelrhein.

Nur eine einzige Mittelrheinquerung zu etablieren ist eindeutig die schlechteste Lösung für die Menschen hier. Der Fluss wird zur Grenze.

 

Klaus Thomas, Mario Pott, Otto Schamari

06Mai

Stolpersteine für Boppard

Foto: Gerd Michaelis

Foto: Gerd Michaelis

 

Projekt „Stolpersteine“ stößt auf großes Interesse

 

Die überparteiliche, von den Bopparder Grünen ausgerichtete Infoveranstaltung wurde von etwa 30 Teilnehmerinnen und Teilnehmern besucht. Monika Kleinschnitger, Sprecherin des Vereins „Ludwigshafen setzt Stolpersteine“, und Johannes Graßl, Schatzmeister, waren der Einladung von Andreas Roll, Vorstandssprecher der Grünen Boppard, gerne gefolgt und berichteten von ihren Erfahrungen bei der Projektumsetzung in Ludwigshafen, wo bereits über 160 Steine im Pflaster zu finden sind, die an verfolgte und ermordete Bürgerinnen und Bürger des Dritten Reiches erinnern.

Das Projekt begann dort im Jahre 2006 mit einem positiven Stadtratsbeschluss unter der Schirmherrschaft der dortigen Oberbürgermeisterin und wird seither vom Verein begleitet und umgesetzt. Monika Kleinschnitger hob den Vorteil dieser im Stadtbereich verteilten Stolpersteine gegenüber einzelner Denkmäler hervor: „Die Erinnerung und Mahnung ist persönlicher und weist in die Zukunft. Stolpersteine ist in Ludwigshafen ein Projekt, in dem die jüngere Generation, besonders Schülerinnen und Schüler, involviert sind.“ Ein goldfarbener Stein steht für jedes Opfer, vor dem man sich, liest man den Namen auf dem Boden, verbeugt.

Die Referenten standen den interessierten Gästen Rede und Antwort, darunter mehrere Partei- und Jugendorganisationsmitglieder. Ferner waren der Geschichtsverein, Vertreter von Opferfamilien und weitere Unterstützer vertreten. Der Austausch war geprägt von dem Wunsch, auch in Boppard aktiv zu werden, und zwar möglichst innerhalb der kommenden ein bis zwei Jahre. Man war sich darüber einig, dass hierzu das Projekt Einzug in das Stadtgespräch finden müsse und dass eine breite Mehrheit im Stadtrat wünschenswert sei. Insbesondere die älteren Teilnehmer hoffen endlich auf das Verlegen der Gedenksteine, zumal vorherige Vorstöße leider im Sande verliefen.

Den Abschluss der Veranstaltung bildete eine Filmvorführung, in der einfühlsam das Schicksal der Ludwigshafener Bürgerin Ursula Michel dargestellt wurde, die nur durch einen Kindertransport nach England gerettet wurde, während ihre in Deutschland zurückgebliebene Familie in Izbica ermordet wurde. Für die Tochter als einzige Überlebende der Familie bedeuten die Stolpersteinen einen Ort der Erinnerung.

Sowohl die Veranstalter als auch alle Teilnehmer würden sich über die Unterstützung von Privatpersonen, Schulen und Historikern freuen und bitten alle Bürgerinnen und Bürger, Ihnen bei der Recherche zu helfen oder sich zu beteiligen. Auch Informationen von Boppardern zu Einzelschicksalen und Familienchroniken können sehr hilfreich sein. Die Planung und Koordination wird zurzeit vom Stadtverband der Grünen geführt. Dafür wurde bereits bei der Veranstaltung eine Unterstützerliste angelegt, die noch durch weitere Interessenten ergänzt werden kann.

Wenn Sie sich mit den Organisatoren in Verbindung setzen möchten, senden Sie bitte eine E-Mail an einen der beiden Sprecher:

Andreas Roll: andreas.roll@grueneboppard.de

Ilona Hellmann: ilona.hellmann@grueneboppard.de

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