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Verkehrspolitik

 

 

11Sep

2. Bopparder Lärmcafé: Kaffee, Kuchen, Krach

 

Diskussionsrunde beim 2. Bopparder Lärmcafé

Ausstellung umweltfreundlicher Autos vor der Fondels Mühle in Boppard

 

Gleich mehrere Superlative gab es heute (10.09.2017) beim grünen Lärmcafe in Boppard zu bestaunen: sechs E-Autos und ein gasbetriebenes Auto füllten umweltfreundlich den Platz vor der Fondels Mühle. Drinnen gaben sich die Grünen-Direktkandidaten für die Bundestagswahl ein Stelldichein: Ralf Kauer (Kirchberg), Martin Schmitt (Monreal), Patrick Zwiernik (Koblenz) und die grüne Spitzenkandidatin Tabea Rößner. Ebenfalls dabei waren die Grünen-Kreissprecherin Daniela Lukas von Nievenheim, die Koblenzer Grüne Stadträtin Laura Martin Martorell, Leo Neydek (Grüne Rhein-Lahn) und Jutta Wein, Sprecherin des angrenzenden Grünen Ortsverbandes Untermosel. Eingeladen hatte Andreas Roll, Grüner Stadtrat in Boppard. Zahlreiche Mitglieder des Stadtverbandes und der Grünen Jugend sowie weitere interessierte Besucher füllten die Fondels Mühle. Sachkundige Experten – Willi Pusch von der Bürgerinitiative gegen Bahnlärm und Umweltgefahren sowie Rupert Röder vom Verkehrsclub Deutschland (VCD e.V.) – lieferten wichtige Detailinformationen für die angeregte Themendiskussion. Neben Bahnlärm wurden auch Schiffslärm, Freizeitlärm, Klimawandel und Fluglärm in knapp zwei Stunden angeschnitten. Zahlreiche Lösungsvorschläge für die Arbeit im Stadtrat vor Ort aber auch konkrete Vorschläge und Forderungen an die Bundespolitik wurden formuliert und Tabea Rößner mit auf den Weg nach Berlin gegeben.

Alle waren sich einig, dass es eine starke, Grüne Stimme im Bund braucht, um vor Ort die Rahmenbedingungen zu erhalten und notwendige Veränderungen auch umsetzen zu können.

Daher bitten wir Sie, am 24.09. wählen zu gehen und Ihre Zweitstimme den Grünen zu geben!

Kulinarisch wählen wir die Fondels Mühle und bedanken uns bei Esmeraldo Garcia und seinem hervorragenden Team.

 

Patrick Zwiernick (Koblenz), Andreas Roll (Veranstalter, Boppard), Ralf Kauer (Kirchberg), Martin Schmitt (Monreal), Tabea Rößner (MdB, Mainz), Esmeraldo Garcia (Fondels Mühle, Boppard)

Esmeraldo Garcia (2. v. l.) mit Politikern der Grünen und zahlreichen Gästen des 2. Bopparder Lärmcafés vor der Fondels Mühle

31Aug

Lärmcafé in Boppard am 10.9.2017

Einladung zum Bopparder Lärmcafé mit Tabea Rößner (MdB). Zum Vergrößern bitte das Bild anklicken.

15Feb

Pressebericht: Fähren sind das Rückgrat des Verkehrs am Rhein. Bürgerinitiative fordert Stärkung der Fähren

 

Jutta Blatzheim-Rögler, Verkehrspolitische Sprecherin der Grünen im Landtag von RLP (Bildmitte), nahm am Jahresrückblick der Bürgerinitiative „Rheinpassagen“ als Expertin teil. „Die Verbesserung der Fährverbindung im Mittelrheintal muss erreicht werden, etwaige Brückenpläne werden von den Anwohnerinnen und Anwohnern weiterhin strikt abgelehnt“, sagte sie. Die Bürgerinitiative fordert, die Lebensqualität der Menschen am Rhein mit dem Erhalt aller Fährstandorte und dem Ausbau der Fährverkehre zu stärken. „Die am Rhein lebenden Menschen wollen auch zukünftig auf direktem Weg über den Fluss kommen. Verbesserter Fährverkehr ist dringend erwünscht“ sieht Klaus Thomas (Boppard) die Verantwortlichen in der Pflicht zum sofortigen Handeln für die Menschen hier. (Text und Bild: Klaus Thomas)

 

Die Fähren sind Kernbestandteil des öffentlichen Verkehrs im Mittelrheintal. Sie allein stellen für die Menschen die Verbindungen zwischen den Städten und Gemeinden über den Fluss dar und nur mit den Fähren ist diese Qualität der Flussquerung weiterhin sichergestellt.

Das würde sich mit einer Brücke über den Rhein schlagartig ändern: Die Fähren stellen dann den Betrieb ein, das ist jetzt öffentlich bekannt. Mit einer völligen oder auch nur teilweisen Verlagerung des Straßenverkehrs zu einer Brücke werden die im Fährverkehr zur Deckung der Kosten erforderlichen Erträge so weit reduziert, dass eine betriebswirtschaftlich verantwortbare Weiterführung der Fährbetriebe auszuschließen ist. Mit weitreichenden Folgen für die Bevölkerung hier: Derzeit kann zwischen Koblenz und Bingen durchschnittlich alle 9 Kilometer der Rhein überquert werden. Ohne Fähren wird die andere Rheinseite im 63 Kilometer langen Welterbetal in weite Ferne rücken, sie wäre nur noch mit dem Pkw über die eine einzige Brücke in Wellmich/Fellen zu erreichen.

Immerhin 15 Kilometer beträgt dann der Hin- und Rückweg von St. Goar nach St. Goarshausen. Das Gymnasium in St. Goarshausen würde für die Schüler von der linken Rheinseite wohl nur noch aus der Ferne zu betrachten sein und auch alle anderen, in Sichtweite auf dem anderen Flussufer gelegenen Orte würden nachhaltig voneinander getrennt, Schulen, Ausbildungs- oder Arbeitsplätze am anderen Flussufer in viel zu weite Ferne gerückt. Ärztliche Behandlungen auf der anderen Rheinseite wären immer mit der Frage verbunden: „Wie dort hinkommen“? Die Auswahl eines Krankenhauses auf der anderen Rheinseite oder Besuchsfahrten dorthin wären mit langen Anreisewegen vom Pkw abhängig und starke Einschränkungen oder vollständiger Abbruch sozialer Bindungen zwischen den Menschen die Folge. Touristen müssen in Kauf nehmen, dass der Rhein „nur noch mit Auto geht“.

Wer eine Brücke fordert, der MUSS im gleichen Atemzug sagen, wie die Menschen ohne diese gravierenden Einschränkungen dann den Rhein überqueren sollen. Denn, mit der einseitigen Forderung nach einer Brücke wird billigend der Verlust der Lebensqualität aller Menschen hier in Kauf genommen.

„Wir müssen weg vom einseitig propagierten und an den Bedürfnissen der Menschen hier komplett vorbeigehenden Brückendenken. Die Forderung nach dem Erhalt und Ausbau aller Fährstandorte am Mittelrhein muss in den Vordergrund gerückt werden. Die Zeit ist gekommen, umzudenken“, das war der „Rote Faden“ beim Jahresrückblick der Bürgerinitiative Rheinpassagen. Deren Fazit: Die Verkehrszukunft am Rhein braucht dauerhaft deutliche Verbesserungen für Alle und keine Einschränkungen in der Qualität der Rheinquerung. Verbesserte Fährzeiten, komplette Einbindung aller Fähren in den ÖPNV mit Anerkennung der Fahrscheine aller Verkehrsträger, Abstimmung mit Bussen und Bahnen und ein neues Tarifsystem müssen auf den Weg gebracht werden. Das ist die Verkehrszukunft am Mittelrhein.

Nur eine einzige Mittelrheinquerung zu etablieren ist eindeutig die schlechteste Lösung für die Menschen hier. Der Fluss wird zur Grenze.

 

Klaus Thomas, Mario Pott, Otto Schamari

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