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Themen

Umwelt und Naturschutz

Boppard ist der zweitgrößte kommunale Waldbesitzer in Rheinland–Pfalz, bei uns gibt es mehrere überregional bedeutsame Lebensräume für bedrohte Tier- und Pflanzenarten. Zwischen Stadt und Forst müssen Strategien entwickelt werden, um die großen Holzvorräte im Bopparder Stadtgebiet nicht nur zur  Energiegewinnung zu nutzen. Bauen mit heimischen Hölzern ist ein Wachstumsmarkt und hilft Co/2 dauerhaft zu speichern (Zweiter Wald!). Die naturräumlichen Besonderheiten sind in ein qualitativ hochwertiges Konzept für Langzeittourismus einzubinden. Die Erholungsfunktion des Waldes soll umweltverträglich gestaltet werden.

Boppard ist eine Stadt der Bäche. Diese müssen Schritt für Schritt wieder sichtbar gemacht und renaturiert werden.
Die Waldzertifizierung ist fortzuschreiben und weiter zu entwickeln. Der naturnahe Holzeinschlag (Holzrücken mit Pferd) ist zu intensivieren.
Die Ortsteile benötigen dringend einen Grünflächennutzungsplan, um eine umweltgerechte Entwicklung der innerstädtischen Grünflächen zu gewährleisten.

Tourismus

Boppard ist die größte Stadt im Welterbe oberes Mittelrheintal. Daraus erwachsen besondere Verpflichtungen. Es sind Angebote für den Kulturtourismus im Mittelrheintal zu entwickeln. Dazu ist eine stärkere Kooperation mit den angrenzenden Tourismusverbänden notwendig, möglichst unter einem gemeinsamen Dach. Das „römische Boppard” ist entsprechend seiner Bedeutung zu präsentieren und weiter sichtbar zu machen. Unsere Potentiale müssen besser genutzt werden, z.B.: familienfreundliche Angebote, sanfter Tourismus, aber auch regionaltypische Akzente und Vermarktungsinitiativen für regional erzeugte, nachhaltige Produkte.

 

Bauen und Planen

Auch in Boppard sinken die Einwohnerzahlen langfristig. Trotzdem wachsen einige Ortsbezirke überdurchschnittlich schnell. Deshalb muss die Ausweisung neuer Baugebiete dem langfristigen Bedarf entsprechen; dabei die Eigenentwicklung der Ortsbezirke erlauben, aber auch deren Charakter erhalten. Die Ortskernentwicklung hat dabei Vorrang vor neuen Baugebieten.
Die geplante „Römertherme“ wird zunehmend zu einem finanziellen Desaster. Unsere Unterstützung findet der Vorschlag für ein kostengünstiges sogenanntes Cabriobad. Dieses kann ganzjährig betrieben werden und ermöglicht durch das verschiebbare Dach ein Freibad und Hallenbad in einem. Schul-,Sport-, Vereins- und Freizeitschwimmen haben für uns Vorrang! Die bereits erschlossene Thermalquelle kann in ein nachhaltiges Energiekonzept eingebunden werden.

Die Kulturlandschaft ist durch Pflege und Unterschutzstellung (insbesondere der Streuobstwiesen und Feuchtbiotope) zu entwickeln. Hierbei ist auf die dazu gehörenden Nutzungskonzepte für die nachhaltige Pflege von Alleen, Hecken und Streuobstwiesen zu achten.

 

Finanzpolitik

Der Bopparder Haushalt ist durch sinkende Einnahmen und steigende Schulden gekennzeichnet. Gleichzeitig reduziert sich die Einwohnerschaft kontinuierlich. Die Ausgaben sind den Einnahmen anzupassen, wir müssen „kleinere Brötchen backen und überlegen was uns wichtig ist“.

Wir wollen nachhaltig wirtschaften und darauf achten, dass durch städtische Investitionen auch Privatinvestitionen ausgelöst werden. Auch die Verwaltungsausgaben gehören ohne Tabus auf den Prüfstand.

 

Jugend, Bildung, Kinder

Wir setzen uns für den Erhalt der Jugendbegegnungstätte ein. Präventive Arbeit statt Kriminalisierung. Es sollen Konzepte in Zusammenarbeit mit dem Rhein-Hunsrück-Kreis für die Intensivierung der offenen Jugendarbeit (Streetworker) entwickelt werden. Mit uns wird die Unterstützung der Vereine in der Stadt für eine vereinsinterne Jugendarbeit fortgeführt.

 

Ortsbezirke

Die kleinen Ortsbezirke sind ländlich geprägt. Ihre Einbindung in die gewachsene Kulturlandschaft und ihre besondere soziale Prägung gilt es zu fördern und zu entwickeln. Deshalb erhalten Dorferneuerungsmaßnahmen unsere Unterstützung.Mit dem von uns im Stadtrat eingebrachten Aktions- und Förderplan zur Belebung der Ortskerne soll versucht werden, einer Verödung unserer Ortszentren und damit auch einem Wegbrechen sozialer Strukturen wirksam zu begegnen. Die Interessen der Ortsbezirke werden von uns durch die Forderung nach frühzeitiger und umfassender Beteiligung unterstützt. Tempo 30 – Zonen sind in allen Ortsbereichen zur Erhöhung der Verkehrssicherheit weiter auszuweiten und durch flankierende Maßnahmen abzusichern.

 

Kultur

Ein zeitgemäßes kulturelles Angebot gehört heute zu den wesentlichen Faktoren, die eine Kommune attraktiv machen.
Hier sehen wir im Angebot in Boppard noch Wünsche offen. Die freie Kulturszene, die aus vielen Privatinitiativen besteht, muss stärker gefördert werden. Wir unterstützen den Ausbau und die Vernetzung dieser Initiativen, damit das Angebot besser wahrgenommen werden kann.

 

Integriertes Verkehrskonzept – Stärkung des Umweltverbundes

Wir treten für den Aufbau eines „Integrierten Verkehrskonzeptes“ für die Gesamtstadt ein. Öffentliche Verkehrsmittel sollen die Ortsbezirke miteinander vernetzen und die regionale Verkehrsanbindung sicherstellen. Wichtig ist ein dichterer Takt im Nahverkehr. Nachdem die Bopparder Fähre in den Verkehrsverbund integriert wurde, müssen Maßnahmen ergriffen werden um die Fahrzeiten an die Bedürfnisse der Bevölkung auf beiden Rheinseiten anzupassen und den Bettrieb dauerhaft zu sichern. Entschleunigung und sichere Querbarkeit der B9, angemessene Temporeduzierung im gesamten Stadtgebiet sind weitere Entwicklungsziele. Zügiger, barrierefreier Ausbau der Bahnstationen und bessere Integration ins Stadtgefüge.

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